Haus der kleinen Forscher

Die zweiten Projektwochen in diesem Kindergartenjahr standen ganz unter dem Zeichen „Wir erforschen Farben und Formen“.
Die Kinder bekommen Raum und Zeit, um zu experimentieren. Dabei legen wir Wert darauf, dass sie mit Alltagsmaterialien arbeiten, damit sie auch zu Hause weiter forschen können. Somit fördern wir die Eigeninitiative der Kinder.
Drei Erzieherinnen haben sich vorher intensiv mit dem Projektthema beschäftigt und den Kindern acht so ganz unterschiedliche, naturwissenschaftliche Experimente aufzeigen können.
Alle zukünftigen Schulkinder wurden dazu in Kleingruppen eingeteilt.
Schon mit der Einteilung werden die Kinder gefördert und gefordert, denn sie müssen mit Kindern aus anderen Gruppen etwas zusammen unternehmen, haben ihren besten Freund eventuell nicht an der Seite. Eine wichtige emotionale – soziale Erfahrung, die zukünftige Schulkinder erleben müssen.

„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt,
sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“
François Rabelais

Was ist das "Haus der kleinen Forscher?"

Kleine Anlässe, große Erkenntnisse - der Alltag ist voller Naturwissenschaften!


Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita werden blühende Blumen beobachtet, die gestern noch geschlossen waren. Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ und mehr über Naturphänomene erfahren. Diese vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich auch für die pädagogische Arbeit nutzen. Die Fragen der Kinder spielen deshalb beim Forschen und Experimentieren eine zentrale Rolle.

Einige Versuchsbeispiele:

Kreisel

Die Kinder nutzen Kreisel und Papprollen, um mit deren Hilfe die Trägheit ihrer Augen kennen zu lernen. Sowohl die Kreisel als auch die Papprollen werden mit verschiedenen Mustern und Farben gestaltet. Was auf dem drehenden Kreisel bzw. den Papprollen zu sehen ist, kann vom Tempo, der Drehrichtung und vom Standort des Beobachters abhängen.

Zuckerbilder

Der Versuch bietet eine Möglichkeit, den Lösungsvorgang von Zucker in Wasser sehr genau beobachten zu können. Dazu werden die Zuckerwürfel zuerst mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und dann in einen mit Wasser gefüllten Teller gesetzt. Färbt man die Zuckerwürfel mit verschiedenen Farben ein, so lassen sich auch die entstehenden Mischfarben beobachten. Insgesamt ein sehr ästhetisches Experiment.

Seifenblasen mal anders

Seifenblasen müssen nicht nur fliegen. Bläst man durch einen Strohhalm in eine Seifenlösung, können faszinierende Gebilde entstehen. Die Blasen bleiben lange erhalten, dadurch kann man sie genauer betrachten und dabei Strömungsprozesse in der "Haut" beobachten oder die wunderschönen Farben genießen. Ein spielerisches Experiment, bei dem garantiert niemandem langweilig wird.

Das geheimnisvolle Schwarz

Die Farbe schwarzer Filzstifte ergibt sich zumeist aus einer Mischung mehrerer Farben. Wie kleine Detektive können die Kinder in diesem Versuch schwarze Filzstifte unterschiedlicher Anbieter mit einfachsten Mitteln untersuchen und deren charakteristische Farbzusammensetzung erforschen. Magenta, Cyan, Gelb und Grün – all diese Farben können im Schwarz verborgen sein. Der Versuch verdeutlicht ein für die Chemie bedeutendes Trennverfahren, die Chromatographie – übersetzt "Farbenschreiben".

Experimentieren mit Farben

Malen mit den Füßen

Die Kinder wurden auch bei der wöchentlich stattfindenden Musikstunde, durchgeführt von Frau Palten (Kreismusikschule), die das Projekt Musikland Niedersachsen gefördert vom Kinderfond der Stadt Gifhorn mit musikalischen Formen und Farben konfrontiert.
So entstand ein Projekt, das alle Sinne eines Kindes anregt und so umso besser zum Lernen anregt.
Zum Abschluss haben alle zukünftigen Schulkinder einen Ausflug ins Phaeno nach Wolfsburg gemacht. Dort gibt es zurzeit eine Sonderausstellung über Farben und ein Theaterstück des Figurentheaters Wolfsburg, dass sich auch mit Farben und Formen beschäftigt.
Das Projekt war der Beginn zu unserem Vorhaben im nächsten Kindergartenjahr das Forscherdiplom der Stiftung Haus der kleinen Forscher zu erwerben.

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